Feldkreuz repariert

In der Spalter Flur findet man zahlreiche Kapellen, Marterl und Feldkreuze.
Diese sind ein Zeugnis unserer Jahrhunderte alten christlichen Kultur. Leider sind solche Kleinode oft den Verfall preisgegeben oder wie in letzter Zeit Opfer von Zerstörungswut.
So wurde im Frühjahr festgestellt, dass das schöne Feldkreuz am Wallfahrter Weg (dem Hohlweg südlich der Hirschenmühle) mutwillig abgebrochen wurde. Es steht auf dem Grundstück der Familie Anneliese und Josef Zeiner. Der schöne Sandsteinsockel ist 2m hoch und misst im Quadrat 80×80 cm. Das Kreuz selbst ist aus Gusseisen.
Die beiden »Altstadtfreunde« Hubert Wechsler und Max Schwarz bauten das Kreuz ab, reparierten es - hier waren besonders die Schweißkünste von Max gefragt - und richteten es wieder auf (dabei half auch der »alte Stadtfreund« Rudolf Reiber mit). Der Sockel wurde ebenfalls ausgebessert. Die bei der Renovierung entstandenen Kosten wurden von Max und Hubert übernommen.
Zum Denkmal selbst: im gusseisernen Schild des Kreuzes ist folgende Inschrift eingegossen:
»Gestiftet von Bürgermeister Lorenz Gabler - 1852«.
Lorenz Gabler (1792-1855) war einer der großen Hopfenbauern in Spalt auf dem Anwesen Hauptstraße 18, genannt »Beim Seifensieder« (das Haus gehört jetzt der Familie Zeiner).
Er war Seifensiedermeister, Bürgermeister und Major der königlich bayerischen Landwehr.
Sein Paradedegen befand sich 1945 im Haus seines Urenkels Otto Gabler senior in der oberen Vorstadt (mein Großvater). Das Prachtstück wurde von amerikanischen Soldaten als Beutestück mitgenommen.

Hubert Wechsler

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