Aktuelles


Beliebte und belebte Altstadt Spalt – mit dem Denkmalschutz kreativ die Stadt entwickeln

Kann Denkmalschutz überhaupt kreativ sein? Mit dieser provokanten Frage stieg Herr Martin Danninger, von der unteren Denkmalschutzbehörde Roth, in seinen Vortrag im Rahmen des Informationsabends ein. Hierzu hatten die Altstadtfreunde am Donnerstag 18. Juli ins HopfenBierGut in Spalt eingeladen. Es fanden sich etliche interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, die teilweise bereits Erfahrungen mit dem Denkmalschutz einbringen konnten oder sich noch vor der Planungsphase zum Umbau eines denkmalgeschützten Hauses befinden. Anwesend waren auch der erste Bürgermeister der Stadt Spalt, Herr Udo Weingart und einige Stadträtinnen und Stadträte von Spalt.


Herr Danninger erläuterte verständlich anhand praktischer Beispiele, wie man mit der Denkmalpflege konstruktiv zusammenarbeiten kann. An seiner Seite informierten auch Herr Ott von Bayern Grund (Grundstücksbeschaffungs- und -erschließungs-GmbH) und Herr Zeh vom Bauamt der Stadt Spalt über die Gestaltungs- und Fördermöglichkeiten im Rahmen des Denkmalschutzes. Das spürbare Engagement der Referenten, die auch bei arbeitsmäßig starker Belastung stets ein offenes Ohr für ihre Kunden haben, kam beim Publikum sehr gut an. Es gab an diesem Abend viele praktische Tipps, u.a. dass es wichtig sei, rechtzeitig den Kontakt zu Herrn Danninger von der unteren Denkmalschutzbehörde oder Herrn Zeh vom Bauamt Spalt zu suchen. Der erste Vorsitzende der Altstadtfreunde Spalt e.V., Herr Dr. Wilhelm Wechsler, dankte den Referenten für die hilfreichen und interessanten Informationen.

Von links nach rechts: Herr Dr. Wilhelm Wechsler (1. Vorstand), Herr Ott, Herr Zeh und Herr Danninger


Spalter Geschäfte und Einrichtungen präsentieren wertvolle Schützenscheiben

Auftakt zum Gau-, Bundes und Bürgerschießen 2019

Seit etwa dem 15. Jahrhundert benutzen Schützengesellschaften Scheiben als Ziele für Übung und Wettkampf. Es dauerte nicht lange und die Schützen verzierten ihre Königs- und Ehrenscheiben, welche dann zu besonderen Anlässen gestiftet und herausgeschossen wurden. Die Scheiben sind aus Holz und waren besonders im 18. und 19. Jahrhundert künstlerisch gestaltet und handbemalt. Als Motive wurden und werden dabei oft lokale Ereignisse und örtliche Ansichten gewählt.

Die Schützengesellschaft 1562 Spalt, übrigens der älteste Verein in Spalt, hat von diesen wertvollen Schützenscheiben eine beeindruckende Anzahl, welche, im 19. Jahrhundert beginnend, wichtige Ereignisse aus Stadt- und Vereinsgeschichte überliefern.

Diese einmaligen Schützenscheiben haben tatsächlich so viel zu erzählen. Sie dokumentieren wie sich die Altstadt Spalt im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Sie rücken einzelne Gebäude und ganze Stadtensembles in den Mittelpunkt. Darunter sind viele bestehende leider aber in der Vergangenheit auch verschwundene Motive. Schützenscheiben sind deshalb auch Dokumente der Spalter Stadt- und Baugeschichte. Die Mitglieder der Schützengesellschaft 1562 Spalt sind bezüglich Erhalt und die Fortführung dieser alten Schützentradition besonders stolz.

Schützenscheiben - diese in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannten Kleinode - zumindest für einige Wochen „zum Reden“ zu bringen, sie für alle Spalter Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen, das haben sich der Verein Altstadtfreunde Spalt e.V., die Schützengesellschaft 1562 Spalt e.V. und die Vereinigten Zunft Spalt e.V. vorgenommen.

Anlässlich des Gau- Bundes- und Bürgerschießen im März 2019 werden im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion zahlreiche dieser wertvollen Schützenscheiben von ihrem angestammten Platz im Spalter Schützenhaus herausgeholt und nun der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Vom 11. bis zum 29. März sind über 40 solcher historischen Schützenscheiben in den Spalter Geschäften und öffentlichen Einrichtungen ausgestellt. Darunter ist auch eine Scheibe, die anlässlich der Eröffnung der Eisenbahn in Spalt am 16. Oktober Jahr 1872 gestiftet worden ist.
Kurze Informationstexte werden jeweils wichtige Hintergrundinformationen dazu liefern. Ein Rundgang durch die Spalter Geschäftswelt lohnt also in dieser Zeit ganz besonders.

Stefan Nüsslein für die Vereinigte Zunft, Jürgen Hofmann für die Schützengesellschaft und Dr. Wilhelm Wechsler für den Verein Altstadtfreunde freuen sich über diese gemeinsame Aktion. Zeigt sie doch einmal mehr, dass das Zusammenwirken von Vereinen und Gewerbetreibenden ein wichtiger Baustein ist, um die Altstadt Spalt liebens- und lebenswert zu erhalten.


Umbau der Hauptstraße in Spalt – der Barrierefreiheit zu ihrem Recht verhelfen

Die Stadt Spalt ist in vielen öffentlichen Bereichen bereits barrierefrei. Nun gilt es, beim Umbau der Hauptstraße die Barrierefreiheit dort auszubauen bzw. an vielen Stellen überhaupt erst herzustellen. Der Verein Altstadtfreunde Spalt e. V. hat sich das zum Ziel gesetzt und sich deshalb Unterstützung vom Inklusionsnetzwerk Roth geholt.

Das Museum Hopfen Bier Gut in Spalt ist barrierefrei. Die Stadt hat eine der wenigen behindertengerechten öffentlichen Toiletten im Landkreis, die rund um die Uhr zugänglich sind. Eine Reihe von Geschäften wie z. B. die Apotheke und eine Arztpraxis sind, da stufenlos, auch für Rollstuhlfahrer problemlos zu erreichen.

Die Stadt Spalt ist auf einem sehr guten Weg, um den Bedürfnissen einer barrierefreien Stadt gerecht zu werden. Zu diesem Urteil kam Herr Dr. Paul Rösch. Er ist Vorsitzender des Rother Inklusionsnetzwerks. Der Verein Altstadtfreunde Spalt e. V. hatte Herrn Dr. Rösch eingeladen, um mit ihm Möglichkeiten eines weiteren Ausbaus der Barrierefreiheit in Spalt zu diskutieren. 

Das Inklusionsnetzwerk Roth versteht sich als Zusammenschluss vieler Selbsthilfegruppen, in dem Menschen mit Handicap organisiert sind. Ziel des Vereins ist es, so Herr Dr. Rösch, mit den verantwortlichen Planern in einem konstruktiven Dialog Hindernisse für Menschen mit Handicap abzubauen bzw. zu vermeiden. 

Und derer gibt es im Alltag viele. Das bringt schon die Vielfalt der Handicaps mit sich. Die Bedürfnisse eines sehbehinderten Menschen sind eben andere als die eines gehörlosen oder in seiner Mobilität beeinträchtigen. 

Diesen Bedürfnissen im Alltag gerecht zu werden beruht nicht auf Wohlwollen einer Behörde oder Institution, sondern auf klar formulierten rechtlichen Grundlagen. 

In der UN-Behindertenkonvention, der inzwischen sowohl die Bundesregierung als auch die bayerische Staatsregierung zugestimmt haben, verpflichten sich die Unterzeichner, alle öffentlichen Räume barrierefrei zu gestalten. 

In Bayern, so Herr Dr. Rösch, wurde diese Barrierefreiheit sogar als Staatsziel ausgegeben. Bis 2023, so der ehemalige Ministerpräsident Seehofer, soll Bayern barrierefrei sein. 

Diesem Ziel müssen alle staatlichen Baumaßnahmen gerecht werden.

Für Spalt ist das im Hinblick auf den geplanten Umbau der Hauptstraße von besonderer Bedeutung. Auf keiner der beiden Straßenseiten entlang der Hauptstraße ist es Menschen mit Handicap derzeit möglich, sich durchgängig gefahrlos zu bewegen. Die bekannten Engstellen, die der Vorsitzende mit Herrn Dr. Rösch vor seinem Vortrag in Augenschein nahm und vermessen hat, stellen unüberwindliche Barrieren dar. Der Autoverkehr kollidiert hier mit dem verbrieften Recht der Menschen auf ausreichend breite und gefahrlos zu benutzende Gehwege. 

Der Verein Altstadtfreunde Spalt e. V. sieht sich hier klar als Vertreter all der Bürgerinnen und Bürger und auch der vielen Urlaubsgäste, die auf Barrierefreiheit – und die ist auch für Frauen und Männer mit Kinderwagen von entscheidender Bedeutung – im Straßenverkehr angewiesen sind.

Damit der Aspekt der Barrierefreiheit in den Gesprächen mit dem Straßenbauamt noch mehr an Gewicht bekommt, haben die Altstadtfreunde Spalt an den Stadtrat Spalt einen Antrag gestellt. In ihm ist gefordert, dass sich die Stadt von einem für barrierefreies Bauen zuständigen Architekten der bay. Architektenkammer beraten lässt. Dessen Beratungskosten werden vom bayerischen Sozialministerium übernommen. Erfreulicherweise hat der Stadtrat mit großer Mehrheit diesem Antrag zugestimmt. 

Spalter Bürgerinnen und Bürger, die vom Thema Barrierefreiheit selbst betroffen sind oder an dessen Umsetzung entlang der Hauptstraße mitwirken wollen, können sich gerne bei den Altstadtfreunden Spalt melden. (Kontakt)

Ottmar Misoph


Aufruf an alle Spalter Kunst- und Kunsthandwerkschaffenden

Der im vergangenen Frühjahr neu gegründete Verein »Altstadtfreunde Spalt« beabsichtigt, eine Ausstellung mit Werken aktiver Spalter Kunst- und Kunsthandwerkschaffenden durchzuführen. Zunächst geht es darum, all diejenigen, die an einer Präsentation ihrer Werke in der Öffentlichkeit sowie der Kontaktaufnahme untereinander interessiert sind, zusammenzurufen um weitere dafür notwendige Schritte zu besprechen.

Wir hoffen auf reges Interesse und freuen uns auf eine abwechslungsreiche Ausstellung mit guten Gesprächen.

Teilnahmebedingungen:
professionelle oder Hobbykünstler bzw. Kunsthandwerker mit Erstwohnsitz in Spalt (alle Ortsteile!) und aktive Mitarbeit zur Vorbereitung und Durchfügrung der Ausstellung.

Anmeldungen bis 10. März 2019 an r.guderle@t-online.de


Wir sind nun 140!

Am 5.7.2018 konnten wir unser 100. Mitglied begrüßen, inzwischen sind wir 140!
2 Mitglieder sind aus Vorarlberg (Österreich), 2 aus Stuttgart (Schwaben!), ein Mitglied wohnt in den U.S.A. und eines in Russland. Wir sind konservativ und weltoffen. :-)